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Differenzgeschaefte fuer Risikoaffine Anleger
- Posted at 10:07 AM on 4/8/2008 by Peter Wem Aktien zu langweilig sind, der handelt Differenzkontrakte. Diese bieten Anlegern die Möglichkeit auf überproportionale Gewinne, weil sie mit einer zum Teil beträchtlichen Hebelwirkung verbunden sind. Das Prinzip des Differenzhandels soll an folgendem Beispiel erklärt werden: Ein Index notiere bei 10000 Punkten. Ein Differenzkontrakt kosten 10000 Euro, was einer Umsetzung von einem Punkt in je einen Euro entspricht. Will ein Anleger den Kontrakt erwerben, muss er jedoch nicht den vollen Kaufpreis entrichten, sondern lediglich einen Bruchteil davon, in diesem Beispiel fünf Prozent, also 500 Euro. Steigt der Index nun um fünf Prozent auf 10500 Euro, ist der Kontrakt ebensoviel wert. Der Anleger im Beispiel kann nun den Index verkaufen und dabei einen Kursgewinn in Höhe von 500 Euro einstreichen. Im Verhältnis zu dem von ihm eingesetzten Kapital entspricht dies einer Wertsteigerung von einhundert Prozent. Diese überproportionale Partizipation an Marktbewegungen ist auf die Hebelwirkung zurückzuführen, die sich durch den verminderten Kapitaleinsatz ergibt. Den beträchtlichen Gewinnchancen steht ein analoges Risiko gegenüber. Verliert der Index im obigen Beispiel fünf Prozent an Wert, ist das gesamte eingesetzte Kapital verloren. Es kann sogar noch schlimmer kommen: Die Verluste, die aus Differenzgeschäften resultieren können, übersteigen im schlimmsten Fall den Geldeinsatz um ein Vielfaches. Im Beispiel wäre der maximale Verlust 10000 Euro je Kontrakt, also das 20fache des anfänglich verwendeten Geldes. Der Handel mit Differenzen ist aufgrund der beschriebenen Risiken nur für erfahrene Anleger geeignet. Er erfolgt nicht über die Börse, sondern über eigens dafür eingerichtete Handelsplattformen. Der Handelspartner ist dabei ein Market Maker. Differenzkontrakte existieren sowohl für Aktien- als auch für Rentenindizes. Auch Edelmetalle und in der jüngsten Zeit sogar Agrarrohstoffe sind handelbar. Der Vorteil gegenüber anderen Hebelprodukten, wie zum Beispiel Optionsscheinen, liegt in dem Umstand, dass nur der Kurs des Basiswertes ein preisbildender Faktor ist. Andere Einflüsse wie zum Beispiel die Volatilität spielen keine Rolle. |
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